Das Programm "Femme fatale / Cherchez la femme" stellt Komponistinnen in den Mittelpunkt, die die Musikgeschichte nicht nur durch ihre Werke beeinflusst haben. Manchmal ist ihr Schicksal sehr abenteuerlich. Zum Beispiel das Leben von Anna Maria Krumpholz, die den Pianisten und Komponisten Jan Ladislav Dusik verblüffte. Während seiner Besuche beim Komponisten Krumpholz verliebte sich dieser in seine junge Frau, die zu dieser Zeit eine führende Künstlerin war. Gemeinsam brannten sie nach London durch, und von hier aus entstand das Konzert, das dieser schicksalhaften Frau gewidmet ist. Die Musikerin und Komponistin Alma Mahler wurde wegen ihrer Beziehungen zu Künstlern die "Witwe der vier Künste" genannt. Zu ihren Bewunderern gehörten der Maler Gustav Klimt, der Burgtheaterdirektor Max Burchard und der Komponist Alexander Zemlinsky. Sie war dreimal verheiratet: mit dem Komponisten Gustav Mahler, dem Architekten Walter Gropius und dem Schriftsteller Franz Werfel. Die Pianistin und Komponistin Clara Schumann war wiederum eine fürsorgliche Mutter und eine sehr hingebungsvolle Ehefrau ihres Mannes Robert Schumann, nach dessen Tod sie seine Kompositionen spielte und weiter förderte.
Jan Adamus ist eine der wichtigsten Persönlichkeiten der zeitgenössischen klassischen Musik. Seine Aktivitäten reichen vom Oboenspiel über das Dirigieren bis hin zur Musikwissenschaft. 1977 glänzte er beim Wettbewerb Prager Frühling, wo er den ersten Preis im Fach Oboe erhielt. Sein erster Preis bei diesem Wettbewerb öffnete ihm den Weg zu wichtigen europäischen und internationalen Bühnen. Er gab Konzerte in Salzburg (Festspielhaus), München (Am Gasteig), Nürnberg (Meistersingerhalle), Spanien, Kuba, den Vereinigten Arabischen Emiraten usw. Er arbeitete mit bedeutenden Künstlern wie Josef Suk, Jiří Bělohlávek, Pavel Šporcl und anderen zusammen. Mit Josef Suk nahm er die allererste CD in der damaligen Tschechoslowakei auf. Er ist der erste Oboist, der die Technik des "ewigen Atmens" anwendet, bei der man gleichzeitig ein- und ausatmet. Dadurch ist es möglich, lange Passagen ohne Unterbrechung zu spielen. Interessanterweise hat er das Titellied für "Hospital on the Edge of Town" aufgenommen.
Jiřina Marešová ist eine der interessantesten Persönlichkeiten der jungen tschechischen Orgelgeneration. Sie studierte Orgel am Prager Konservatorium bei Prof. Josef Popelka und an der Musikfakultät der Akademie der musischen Künste in Prag bei doc. Jaroslav Tůma. Sie erweiterte ihr Studium an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg in der Klasse von Prof. Wolfgang Zerer. Ihr Promotionsstudium absolvierte sie an der Musikfakultät der Akademie der musischen Künste in Prag, wo sie derzeit mit ihrer Dissertation zum Thema "Theoretische Grundlagen des Orgelspiels" tätig ist. Seit 2015 unterrichtet sie auch am Lehrstuhl für Musikpädagogik an der Pädagogischen Fakultät der Karlsuniversität in Prag.
Während ihres Studiums hat sie an zahlreichen Meisterkursen im Ausland (Deutschland, Frankreich, Österreich, Polen) teilgenommen, die sich mit der stilistischen Interpretation Alter Musik und Orgelimprovisation befassten. Obwohl sie stets künstlerische Aktivitäten den Wettbewerben vorzog, war sie 2004 die einzige Finalistin des Internationalen Wettbewerbs für Orgelimprovisation in Schlägl, Österreich, und 2006 Halbfinalistin des Internationalen Orgelwettbewerbs Prager Frühling. Sie tritt regelmäßig bei internationalen Musikfestivals auf (Smetanova Litomyšl, Teatrum Kuks, Festival der Barockkünste Český Krumlov, Tschechisches Orgelfestival, Orlicko-kladský Orgelfestival, Organ Sounding usw.).
Die Veranstaltung wird mit finanzieller Unterstützung der Stadt Mariánské Lázně durchgeführt.